Bürgermeisterwahlen

Vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass Mitglieder der NEIN!-Idee vermehrt als Kandidaten zu Bürgermeisterwahlen antreten,  das Amt aber bei einem Wahlsieg ablehnen würden. Warum nun auch noch ein Nein für die Bürgermeisterwahlen, hier geht es doch mehr um Personen und weniger um Parteiprogramme?

Gehen wir einmal davon aus, dass mehr als eine Person zur Wahl antritt:
Der eine Kandidat ist evtl. nur daran interessiert ein paar lukrative Aufträge dem Betrieb eines Familienangehörigen zuzuschanzen, die beiden andere wollen evtl. Windkraftanlagen aufstellen, nur an zwei unterschiedlichen Stellen, die sie als Wähler aber beide ablehnen! Was nun? Das kleinere Übel wählen? Nein!

Wir möchten dem Wähler die Möglichkeit geben, in diesem Fall zu allen drei Kandidaten NEIN sagen zu können, mit einer Stimme, die auch gezählt wird! Werden die NEIN-Stimmen zu „mächtig“, müssen sich die anderen Kandidaten überlegen, warum man sie nicht haben wollte! Die schönste Reaktion darauf wäre, wieder in den Dialog mit dem Bürger zu treten, denn schließlich sollte doch der Bürgermeister die Interessen der Menschen in der Stadt/Gemeinde vertreten!

Tritt nun aber gar nur eine einzige Person zur Wahl an, ist eine NEIN-Option noch viel wichtiger, denn ob diese Person von  40 %, oder nur 10 % gewählt werden würde – sie ist gewählt und somit neuer Bürgermeister, auch wenn viele Nichtwähler, oder „Stimmen-ungültig-macher“ (regelmäßig 60-70%! bei Kommunalwahlen) sie absolut nicht wollten! Diese Stimmen werden ohne einen „NEIN-Kandidaten“ nicht gezählt! Man kann  ohne einen NEIN!-Kandidaten nicht dagegen wählen! Somit hat man erst mit der NEIN-Option auf dem Wahlzettel, eine wirkliche, echte und demokratische Wahl!

Reaktionen auf unsere Kandidaturen

Die Reaktionen auf unsere Kandidaturen, die sich quer über ganz Baden-Württemberg erstrecken, sind recht vielfältig! Sie pendeln zwischen Unverständnis, Wohlwollen, harscher Kritik, Applause und Angst.

1.)Zitat von Herrn Prof. Dr. Hans-Georg Wehling aus der „Marbacher Zeitung“  vom 10.01.2013:
Zitat: „Sehr merkwürdig finde er auch die Vertreterin der Nein-Partei und deren Begründung für die Kandidatur. Denn seine Ablehnung könne man ja auch dadurch ausdrücken, dass man keine Stimme abgibt – sie sei also an der Wahlbeteiligung abzulesen.“ Zitat Ende

Unsere Antwort in Form eines Offenen Briefs an Herrn Wehling

weitere Pressestimmen

 

Ergebnisse

Seit dem 13. Januar 2013 treten wir zu Bürgermeisterwahlen an und kamen im ersten Jahr auf rund 90 Kandidaturen. Anfänglich lagen die Wahlergebnisse im 0,5 bis 1,5 Prozent Bereich. Verständlich, wusste man doch mit uns und der Möglichkeit ein NEIN! zu wählen, und damit einen Kandidaten aktiv abzuwählen, noch nichts anzufangen.
Zwischenzeitlich haben unsere NEIN!-Kandidaten aber auch schon viele Ergebnisse im zweistelligen Zahlenbereich erzielt und tausende Wähler nahmen uns beim Wort! Beachtlich, wie wir meinen! Wir freuen uns sehr, dass das NEIN! langsam verstanden und auch genutzt wird! Einen herzlichen Glückwunsch an eine echte und demokratische Wahl!

Wobei sich der „Erfolg“ der NEIN!-Idee gerade bei einer Bürgermeisterwahl schwer einschätzen lässt – denn sind die Wähler mit ihrem(n) Kandidaten zufrieden, brauchen sie uns nicht, was uns ebenso freut, denn wir treten nicht aus Boshaftigkeit an, oder weil wir alle negativ eingestellte Menschen sind, oder gar, weil wir nichts anderes zu tun haben!   Nein, wir möchten die Wahlen wieder zu echten und demokratischen Wahlen machen, denn ohne ein NEIN! – hat man keine wirkliche Wahl!

Wahlergebnisse und geplante Teilnahmen

Sie möchten auch in ihrer Gemeinde eine NEIN!-Option?
Als erstes könnten Sie darüber nachdenken, selbst ein NEIN!´er zu werden und sich persönlich zur Wahl aufstellen lassen! Sollten Sie das, aus welchen Gründen auch immer, nicht wollen schreiben Sie uns:  kontakt@nein-idee.de

Sie können gern schon vorab nachlesen und prüfen, ob und unter welchen Bedingungen, ein NEIN!-Kandidat in Ihrer Stadt oder Gemeinde antreten kann:
Unter wahlrecht.de, staatsanzeiger.de, als auch in Ihrer Gemeindewahlordnung und Kommunalwahlordnung werden Sie sicher fündig werden.

Sie möchten uns kennen lernen?

An einem Abend in jeder Woche vor einem Wahltermin findet bei www. OKiTALK .com dem Bürgertalk von Mensch zu Mensch eine Diskussionsrunde mit Bürgermeisterkandidaten des NEIN!-Idee-Bündnis für Selbstbestimmung statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, weitere Bewerber sowie Gäste und Medienvertreter können dort teilnehmen und ihre Fragen und Anregungen loswerden oder einfach nur zuhören. Details dort im Sendeplan und unter http://nein-idee.de/okitalk/