Mein NEIN! von Michael Eckardt, Hannover

Michael EckardtIch heiße Michael Eckardt, bin Familienvater und Industriekaufmann. In fast 50 Jahren habe ich eines lernen dürfen. Ständig wird man von anderen Menschen mit Pseudoangeboten zugeschüttet, bei denen die Fragestellung bereits so angelegt ist, dass der Fragesteller ein JA! voraussetzt. Ein NEIN! scheint überhaupt nicht im Rahmen des Denkbaren zu liegen. So ist es auch bei Wahlen. Ich darf mich zwischen einem JA! für Partei ABC, JA! Für Partei DEF oder einem JA! für Partei GHI entscheiden. Was für eine Auswahl, wenn ich mir überlege, dass alle Parteien das selbe Kernziel, nur auf jeweils anderen Wegen, erreichen wollen. Was ist, wenn mir aber das Ziel nicht zusagt?

Es ist so, als würde ich mir aussuchen können, ob ich mit einem Auto, einem ICE oder einem Flugzeug an den falschen Ort gebracht werden möchte. Will ich nach München, aber der Zug bringt mich nach Hamburg, so ist mir die Form des Transportes ziemlich egal, weil ich nie dort ankommen werde, wo ich eigentlich hin will. Unter solchen Bedingungen löse ich dann auch keine Fahrkarte für einen Zug nach Hamburg. Bei einer Wahl spielt es aber noch nicht mal eine Rolle, ob ich überhaupt ein Ticket löse. Ich finde mich zwangsläufig in irgendeinem Zug wieder, der mich nach Hamburg bringt. Mal ganz davon abgesehen, dass ich die Reise ans falsche Ziel über Steuern trotzdem selbst bezahlen soll. Für ein derartiges Gebaren habe ich nur eine Antwort übrig: NEIN!

Lieben Gruß
Michael Eckardt

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